Geld für Notlagen gehört ganz klar aufs Sparbuch!

Natürlich bekommst du bei langfristig gut angelegtem Vermögen am Aktienmarkt mehr Gewinn als auf dem guten alten Sparbuch. Aber: Hier ist dein Geld schneller verfügbar als in einem Anlagefonds. Ein Dilemma? Nein – teile dein Vermögen einfach clever auf zwischen Fonds und Sparbuch! Wie? Das erkläre ich dir hier.

Schnelle Lösungen bei unerwarteten Kosten

Was machst du, wenn die Heizungsanlage in deinem Eigenheim ausfällt, mitten im klirrend kalten Winter? Willst du warten, bis dein Depot angepasst ist, zusätzliche Gebühren zahlen und dabei die Eisblumen am Wohnzimmerfenster zählen? Ich denke eher, du willst es so schnell wie möglich wieder warm haben.

Das gute alte Sparbuch – noch zu etwas gut?

Meine feste Überzeugung ist: Sparbuch, Riester, Bausparen, Lebensversicherung – alles Mist! Wenn er:sie nach der Verzinsung fragt, vergeht jedem:jeder Sparer:in die Lust. Null Prozent auf dem Sparbuch (die Inflation nicht mit eingerechnet!), bei alten Lebensversicherungen höchsten vier Prozent. Wenn es gut läuft, bekommst du durch staatliche Förderung beim Riestern vielleicht etwas mehr – ich bin da skeptisch …

Parkplatz für deinen Notgroschen

Nur: Wir sprechen hier gerade nicht über deinen langfristigen, sicheren Vermögensaufbau, sondern über ein Polster für deinen kurzfristigen Bedarf, das im Notfall ad hoc verfügbar ist. Genau dafür ist das gute alte Sparbuch sinnvoll, auch wenn es heute wie aus der Zeit gefallen wirkt. Und es ist natürlich besser, als deinen Notgroschen ins Kopfkissen einzunähen oder unterm Apfelbaum zu vergraben.

Damit sind wir beim Merksatz 12 meiner Burghard-Stöver-Methode gelandet: „Geld für Notlagen gehört nicht in eine langfristige Anlage, sondern auf das Sparbuch.

Wie viel Geld auf dem Sparbuch ist sinnvoll?

Grob geschätzt solltest du deinen Bedarf von fünf Jahren als Notgeld auf deinem Sparbuch haben. Je nach deinem Sicherheitswunsch kannst du auch etwas großzügiger rechnen. Den ganzen Rest deines Geldes, den du nicht zum täglichen Leben brauchst, solltest du in gut gemanagte, sichere Vermögensfonds umleiten. Hier kannst du besser großen Unternehmen vertrauen als dem leicht angestaubten Sparbuch. Glaub mir: Große Player segeln sicherer durch Krisen als kleine Jollen.

Keine unnötigen finanziellen Verluste in Notlagen!

So hast du nur das Geld in deinem Aktienfonds, das du auf keinen Fall benötigst, auch nicht für unerwartete Ausgaben. Du musst keine Anteile verkaufen, wenn die Kurse ausgerechnet in diesem Moment sehr niedrig sind. Mit deinem Polster auf dem Sparbuch kannst du gelassen auf bessere Zeiten (und Kurse!) warten und musst keine überflüssigen Verluste verbuchen.

Für alles Geld, das du ganz entspannt zu einem Vermögen anwachsen lassen kannst, gilt: Lässt du es über lange Zeiträume auf dem Sparbuch, wirst du im Vergleich zum gut gemanagten, langfristigen Aktienfonds hohe Verluste einfahren. Hier braucht es noch viel Aufklärung, beginnend in der Schulzeit bis hinein in Politik und Regierung. Mehr zum Thema Finanzbildung findest du hier.

Aktienfonds haben Sparbuch bei Sicherheit längst abgehängt

Extra Benefit: Beim Sparbuch wird man nicht gierig, wie manchmal bei stark steigenden Kursen. Das ist gut. Schließlich ist dies eine unserer Zentral-Tugenden, um erfolgreich und sicher Vermögen aufzubauen. Mehr dazu in diesem Text unseres Blogs.

Nicht das Sparbuch ist in jedem Fall sicher (eine gefühlte Wahrheit, die sich fälschlicherweise immer noch hält). Der gut gestaltete Aktienfonds hat das Sparbuch längst abgehängt, was Sicherheit betrifft. Da wären wir aber schon beim nächsten wichtigen Merksatz meiner Methode. Dazu erfährst du mehr in einem der kommenden Artikel, wenn du magst.

Macht es gut bis dahin!

 

Euer Burghard

Merksatz

„Geld für Notlagen gehört nicht in eine langfristige Anlage, sondern auf das Sparbuch.“

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