Demographie killt gesetzliche Rente

Wir werden immer älter. Mädchen, die heute auf die Welt kommen, werden im Schnitt 83,4 Jahre alt und Jungs 78,6. Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass der 120. Geburtstag für nachfolgende Generationen bald keine besondere Meldung mehr wert ist. Was macht diese Tatsache mit der gesetzlichen Rente in Deutschland? Dazu gleich mehr im Blogartikel. Aber so viel schon vorab: Verlass dich nicht allein auf die gesetzliche Rente. Du wirst zu 100 Prozent selbst Vorsorge treffen müssen.

Wir werden immer älter

2020 standen 18,27 Millionen Menschen über 65 Jahren nur noch rund 13,75 Millionen unter 18 Jahren gegenüber. Tendenz sinkend bei den Jungen und steigend bei den Alten. Die großartige Nachricht: Wir können mit unserem Lebensstil, Ernährung und Bewegung unsere Lebenserwartung positiv beeinflussen. Hinzu kommen Effekte der modernen Medizin und der technische Fortschritt allgemein. 2020 hatten wir laut Statista in Deutschland so viele 100-jährige, wie noch nie zuvor. Wer also mit 65 oder 67 in Rente gegangen ist, bekommt rund 20 Jahre Zahlungen aus dem gesetzlichen Rentensystem. Bedeutet: Mehr Menschen bekommen länger Rentenzahlungen.

 

Wer soll das bezahlen?

Du. Entweder zahlst du Rentenversicherungsbeiträge über dein Gehalt ins Umlageverfahren von der jungen auf die alte Generation und/oder deine Steuern stützen dieses System. Allerdings sinkt die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zur Zahl der Menschen in Rente. Eine Minderheit soll also eine Mehrheit finanzieren? Das funktioniert schon heute nicht mehr (Mehr dazu in unserem Artikel Ran an die Börse!). Für 2021 sind im Bundeshalt ganz 106 Milliarden Euro an Zuschüssen an die Rentenkasse vorgesehen. Das ist ein Viertel (!!!) des Bundeshaushaltes. Um es nochmal klar zu sagen: Die Rente wird heute schon zu einem beträchtlichen Teil aus Steuergeldern finanziert.

Die Demographie-Urne

Die klassische Altersverteilung, wie man sie aus dem 20. Jahrhundert kennt, ähnelt einer Pyramide. Es gibt viele junge Menschen, welche die Basis bilden. Nach oben hin und damit mit steigendem Alter (Vorsicht: Wortspiel) „verjüngt“ sich das Schaubild – die Pyramide wird also schmaler – der ältere Teil der Bevölkerung ist klar in der Minderheit. Blicken wir aktuell auf die Verteilung erkennen wir eher eine Urne. Die geburtenreichen Jahrgänge kommen jetzt in die Rentenphase und sorgen für ein noch größeres Ungleichgewicht. Verstärkt wird dieser negative Effekt dadurch, dass wir heutzutage durchschnittlich deutlich später ins Berufsleben starten als noch vor einigen Jahrzehnten.

Was tun?

Es liegt auf der Hand, dass die gesetzliche Rente unter enormen Druck steht. Wenn das so weiter geht, rechnen Expert:innen damit, dass bald 50 Prozent des Bundeshaushaltes in die Rentenkasse fließen. Das wird nicht ewig so weitergehen können. Ich rate dir: Verlass dich nicht auf dieses wankende Konstrukt, sondern – mindestens zusätzlich – auf dich selbst. Je eher du anfängst, dich selbst um einen Vermögensaufbau zu kümmern, umso eher wirst du nicht allein auf die gesetzliche Rente angewiesen sein.

Wie siehst du das? Ist die Rente zu weit weg oder ein Thema, über das du nachdenkst? Schreib mir in die Kommentare.

Dein Christian

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